Hamburg: 29.03.2018

Autor: Jochen Brenner

Wo der Funke überspringt


Frauenpower in Hamburg: Rund 50 Praxismanagerinnen hatte die Health AG zum Co-Evolution Lab nach Hamburg eingeladen. Thema: Die ideale Praxis - und was Hēa - die Vernetzte Praxissteuerung dafür tun kann. Zentrale Frage: Wo können wir besser werden? Zwischenergebnis: Alltagstauglichkeit entscheidet.

Der Satz, der immer wieder fällt an diesem März-Wochenende in Hamburg: “Schön, Dich wiederzusehen”. Umarmungen, Lachen, Vorfreude: So beginnt das zweite von inzwischen einem guten Dutzend Co-Evolution Labs, das ein wenig aus der Rolle fällt. Während die Labs grundsätzlich jedem Interessierten aus der Dentalbranche offenstehen, richtet sich das Treffen im Ameron-Hotel in der Hamburger Speicherstadt ausschließlich an Praxismanager - und ist damit - bis auf sehr wenige Ausnahmen - eine Veranstaltung voller administrativer Frauenpower. Und: die meisten kennen sich schon vom vergangenen “PM only”-Lab vor wenigen Monaten. Wer neu ist, findet in kürzester Zeit Anschluss und vor allem Gesprächsstoff. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man die 24 Stunden in Hamburg auch für ein großes Familientreffen der Dentalbranche halten.

Jan Schellenberger, Chief Technology Officer der Health AG, erklärt in seinem Eröffnungsvortrag, warum die Health AG so versessen auf die Praxismanager und Ihr Wissen ist. “Sie sind es”, ruft er den fast 50 Zuhörerinnen im Saal zu, “die Hēa - die Vernetzte Praxissteuerung mitentwickeln. Was wir in den kommenden Stunden an Neuerungen sehen, geht in vielen Fällen auf den Input zurück, den Sie uns beim letzten Lab mit auf den Weg gegeben haben”, sagt Schellenberger. “Und im kommenden Herbst beim nächsten PM-Lab werden Sie sehen, was Sie uns heute mitgeben.”

Schellenberger beschreibt damit den Entstehungs- und Entwicklungsprozess, der Hēa zu Grunde liegt: die Co-Evolution. Du hast ein Produkt, an das Du glaubst. Hinter dem Du stehst. Du willst ein es verbessern. Es den echten Bedürfnissen des Marktes anpassen. Es unverzichtbar machen. Und die Menschen zufrieden stellen, die es bereits nutzen und weiter nutzen sollen? Dann frag doch einfach den, der es nutzt, um Hilfe: Das ist das Prinzip Co-Evolution der Health AG. “Gemeinsam besser werden” ist die Idee dahinter. Und die Labs sind der Ort, an dem der Funke überspringen kann - zwischen Entwickler und Anwender. “Ich bin positiv überrascht, wie groß der Entwicklungssprung von Hēa zwischen dem letzten Lab und heute ist”, sagt dann auch eine Teilnehmerin. Wer, wenn nicht die Praxismanager, sollte besser Auskunft darüber geben können, worauf es im Praxisalltag ankommt?

Und weil zum Prinzip Co-Evolution vor allem eine gehörige Portion Vertrauen gehört, begann das Lab mit einer Diskussionsrunde, in der die Praxismanager auf dem Podium Tacheles reden mussten. Thema Praxissteuerung: Was geht gut - und vor allem: was noch nicht? Neben viel Lob war ein oft gesagter Satz: “Die Umstellung kostet einiges an Zeit”. Oder: “Manche Wege sind etwas länger, dafür muss ich aber das System nicht wechseln.” Oder auch: “Manchmal läuft das System noch nicht so schnell wie wir es uns wünschen.”

Um eine Grundlage für die Verbesserung und Weiterentwicklung von Hēa zu schaffen, verbrachten die Teilnehmerinnen die dann folgenden Stunden bis zum Abend in Workshops. Sie alle einte die Ausrichtung auf die Zukunft: Wie sieht die ideale Praxis des Jahres 2021 aus? Ob Qualitätsmanagement, Rechnungs- und Mahnwesen, Empfang, Abrechnung oder schlicht Dokumente: In kleiner Runde kamen die Praxismanagerinnen ins Reden - und das Reden wurde gehört: von den Business- und Software-Consultants der Health AG. Sie sammelten die Erfahrungen, Berichte, Anekdoten, Beschwerden und vor allem Wünsche der Praxismanagerinnen. Strukturierten sie, setzten sie in den größeren Zusammenhang. Was muss Hēa künftig können, um die Expertinnen ihres Fachs zufrieden zu stellen?  

Nach einem gemeinsamen Abendessen im nahe gelegenen Restaurant “Alte Liebe” auf dem Kaispeicher B unweit der Elbphilharmonie trugen tags darauf Sprecherinnen der Expertengruppen ihre Ergebnisse vor. Im Qualitätsmanagement beispielsweise fiel einigen Teilnehmerinnen auf, dass Hēa darauf setzt, das Thema “in den normalen Workflow in der Praxis” zu integrieren und es nicht “als Spezialthema zu behandeln.” Dieser Weg könne noch weiter gegangen werden, so das Urteil. Oder beim “idealen Empfang”: “Ich wünsche mir bei der Terminvergabe die Möglichkeit, einzelnen Tage oder Stunden für ausgewählte Behandler blocken zu können”, sagte eine Teilnehmerin - und die Experten der Health AG notierten eifrig mit.

Im Rechnungs- und Mahnwesen wünschten sich einige, die Software solle einen “Start- und Stopp-Button für den Behandlungsbeginn und das Ende” haben. Die Abrechnung wiederum solle noch “schneller, übersichtlicher und einfacher” werden, Hēa über ein “Wikipedia für Fachbegriffe der GOZ” verfügen und einen “Schnelldruck für die Prophylaxe-Rechnung” anbieten.

Zum Ende des Labs führte Philip Salge, Product Leader der Health AG, vor, wie sich Hēa Ratio in den Praxisalltag einzufügen versteht. Die intelligente Software beherrscht alle gebührenrechtlich relevanten Abrechnungsregeln, ihre Beziehungen zueinander, ihre Abhängigkeiten voneinander und eventuelle Ausschlüsse. “Hēa Ratio funktioniert wie eine besonders intelligente Autokorrektur in einem Schreibprogramm”, sagt Salge, “das Programm schreitet nur ein, wenn Sie etwas übersehen haben sollten.”

Als dann am Samstagnachmittag Flüge erreicht und Züge erwischt werden müssen, um die Praxismanagerinnen aus ganz Deutschland nach Hause zu bringen, wissen viele schon, dass es kein Abschied für lange sein wird. “Es war mir eine große Freude dabei gewesen zu sein. Ich freue mich aufs nächste Mal”, schreibt eine Teilnehmerin aus Bayern noch aus dem Zug an alle - und trifft damit das Gefühl vieler Teilnehmerinnen. “Gemeinsam besser werden” ist ein Prozess, der niemals endet.