Hamburg: 20.09.2018

Der Fall der Mauer. 2. Teil

 

Wir haben es wieder getan: Am 14. September präsentierte die Health AG auf ihrem Co-Evolution Summit 2018 über 900 Besuchern Neues vom Fortschritt. Es war der zweite Digitalisierungs- und Zukunftsgipfel der Hamburger Zahnarztversteher. Ein Höhepunkt: Motivationstipps von Weltmeister Wladimir Klitschko.

Es ist noch früh am Morgen, als Jan Schellenberger die Zukunft auspackt. Der CTO der Health AG steht auf der Bühne der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel und hat gerade die vielen hundert Gäste auf den Rängen begrüßt. „Wir müssen uns auf die Digitalisierung einlassen, wir müssen bereit sein, uns zu bewegen, einen wichtigen Schritt gehen hin zur Inspiration”, wird er später über diesen Moment sagen. Zuvor hatte der Blogger und Journalist Sascha Lobo in seiner Keynote auf den Punkt gebracht: „Wir können nichts dagegen tun, wir können uns der Digitalisierung nicht entziehen. Aber wir können lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen.“

„Let's unbox the future!“

Das Motto des Co-Evolution Summit 2018
Die Mauer fällt: Jan Schellenberger eröffnet den Co-Evolution Summit 2018.
Die Zuschauer erwarten die Eröffnung des Co-Evolution Summit 2018.
„Wir können nichts dagegen tun, wir können uns der Digitalisierung nicht entziehen. Aber wir können lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen.“, sagt Sascha Lobo während seiner Keynote.

Vorne auf der Bühne bringt Jan Schellenberger dann viele hundert umzugskistengroße Pappboxen zum Einstürzen und weist den Teilnehmern den Weg in den größten Ausstellungsraum der ganzen Digitalisierungsmesse Solutions. „Let´s unbox the future”, ruft er - und die Musik setzt an. Elf Bandmitglieder einer Hamburger Techno-Marching-Band setzen ihre Instrumente an und ziehen die Gäste mit ihren stampfenden Rhythmen in den Maschinenraum der Health AG: In vier Themenräumen warteten Mitarbeiter auf die Gäste, um ihnen zu zeigen, an was die Entwickler, Strategen und Vermarkter gerade arbeiten, wie weit die vernetzte Praxissteuerung Hēa schon gediehen ist und was die Zahnärzte und Praxismitarbeiter in Zukunft noch erwarten dürfen. In „Empfangen”, „Planen”, „Behandeln” und „Abrechnen” hat die Health AG die Themenräume eingeteilt, um den klassischen Arbeitsbereichen der Zahnärzte so nahe wie möglich zu kommen. Eine Anamnese App macht beispielsweise Schreibarbeit und manuelle Übertragung in die Patientenakte überflüssig.

„Wir sprechen seit Jahren mit unseren Kunden darüber, was wir tun können, um sie in den Zeiten des digitalen Wandels noch erfolgreicher zu machen.“

Im Raum „Digital Future“ zeigte die Health AG ihre digitalen Visionen: Mit Hēa Ultima Ratio wird der Abrechnungsprozess in der Praxis vollständig digitalisiert und automatisiert - von der Erstellung des Kostenvoranschlags bis zur Erzeugung der Rechnung. Zum Einsatz kommen dabei künstliche Intelligenz oder Sprach- und Gestensteuerung.

Im sogenannten H-Room konnten die Besucher mit einer VR-Brille bekleidet den virtuellen Schritt in Richtung Zukunft wagen. „Wir sprechen seit Jahren mit unseren Kunden darüber, was wir tun können, um sie in den Zeiten des digitalen Wandels noch erfolgreicher zu machen”, sagte Jens Törper, Vorstand der Health AG, “Wir glauben, heute und hier Antworten auf diese Frage geben zu können. Bei der Health AG denken wir nicht in Produkten, sondern in Prozessen.”

Um diese Prozesse transparent zu machen, hat die Health AG im Sommer 2018 die Community App “Coevo” veröffentlicht. Im deutschen Dentalmarkt ist sie das erste Tool, das Nutzer und Entwickler an einem für jeden zugänglichen Ort zusammenbringt. Interessierte Nutzer können sich in der App über das Prinzip der Co-Evolution in Artikeln und Videos informieren, per Chat austauschen und mittels konkreter „Missionen” sogar am Prozess der Produktentwicklung teilnehmen.

Einen Blick in die Zukunft werfen.
Die virtuelle Realität ist interaktiv.
Entlang der Patienten Journey einen Einblick in die Praxissteuerung Hēa erhalten.
Oder mittels Augmented Reality einen Blick in die Praxis der Zukunft werfen.
Die Community App „Coevo" wurde für den Co-Evolution Summit 2018 extra um einen Eventbereich erweitert.
Für Freunde des Analogen gab es die 2. Ausgabe der Hēallo!

Die Health AG hat den Mut, Dinge wirklich anzugehen. Ich spüre hier ganz stark das Ja zur Zukunft, das wir im Bereich Digitalisierung auch brauchen.”

Im weiteren Verlauf des Tages konnten sich des Co-Evolution Summit dann noch mit dem Wissen und der Erfahrung bemerkenswerter Speaker aufladen: Tijen Onaran, die junge Digitalisierungsversteherin, sprach über das digitale Selbstverständnis der jungen Generation. „Die Health AG hat den Mut, Dinge wirklich anzugehen”, sagte sie, „ich spüre hier ganz stark das Ja zur Zukunft, das wir im Bereich Digitalisierung auch brauchen.” Der Trend- und Zukunftsforscher Prof. Wippermann lobte den Summit als eine Möglichkeit, „aus der täglichen Welt des Optimierens herauszugehen und sich Zeit nehmen und fragen: Was können wir gemeinsam besser machen?” Ex-Zahnarzt und Unternehmer Dr. Ismail Özkanli sprach am Rande seines Vortrags fasziniert über den Segen der Künstlichen Intelligenz.

“Wer nicht mit der Zeit geht, wird ausgeknockt”, sagt Dr. Wladimir Klitschko
Jan Schellenberger und Dr. Wladimir Klitschko auf der Bühne.
Die Gründerin der Global Digital Women, Tijen Onaran auf der Bühne.
Die Zuschauen lauschen gebannt den Speakern des „Future Talks".
Trendforscher Prof. Wippermann zeigt wohin die Digitalisierung führt.
Dr. Özkanli stellt seine 7 Erfolgsfaktoren dar.

Selbst am Tag des Co-Evolution Summit stoppte die Health AG ihren eigenen Anspruch nicht, ständig „gemeinsam besser zu werden”: Zeitgleich zum Vormittagsprogramm des Gipfels arbeiteten dutzende Teilnehmerinnen und Teilnehmer in „Co-Evolution Labs” ganz konkret am Fortschritt - und hörten damit auch am nächsten Tag nicht auf. Bis in den späten Samstagnachmittag hinein saßen Zahnärzte, Praxismitarbeiter und Dentalexperten über die ganze Stadt verteilt in Labs zusammen, um über die digitale Zukunft der Branche zu diskutieren. Ihr Ziel: einfachere Arbeitsprozesse, intelligentere Arbeitswerkzeuge - und persönlicher Austausch.

Das First Mover Lab fand auf der „Rickmers Rickmers" statt.
Die Teilnehmer zeigten sich begeistert.
Das Factoring Lab fand in der Hamburg Golf Lounge statt. Dementsprechend wurde natürlich auch gegolft.
Die Teilnehmer des Factoring Labs
Diese Aussicht durften die Teilnehmer des Dentallabor-Labs in der „Sturmfreien Bude" genießen.
Ganz im Sinne der Co-Evolution wurde nicht nur die Aussicht genossen.
Die Teilnehmer des Dentallabor-Labs
Die Teilnehmer des PM-Labs sind mit reichlich Interesse angereist.
Die Teilnehmer des PM-Labs

Der Summit-Freitag erreichte mit einem Stargast am Nachmittag dann einen wichtigen von vielen Höhepunkten. Dr. Wladimir Klitschko, der Weltmeister und Challenge-Management-Experte, trat ins Scheinwerferlicht der größten Bühne der Kulturfabrik Kampnagel. Er faszinierte die Summit-Besucher mit seiner Nahbarkeit, seinem Witz und seiner Intelligenz. „Wer nicht mit der Zeit geht, wird ausgeknockt”, sagte er und rief den Zuhörern sein Mantra zu: „Bleibt! Nicht! Stehen!” In einem später veröffentlichten LinkedIn-Artikel fasste er seinen Auftritt beim Co-Evolution Summit so zusammen. „Auf der Bühne mit Jan Schellenberger habe ich meinen 5-Punkte-Plan erklärt, wie man seinem Ziel näherkommen kann: Challenge Management ist meine Lebenshaltung. F.A.C.E. the Challenge ist die daraus gemeinsam mit meinem Team entwickelte Methode, um die maximale Willenskraft zu Erreichung eines Ziels zu aktivieren”, schreibt er. „Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß auf der Veranstaltung und war berührt von der Begeisterung, die mir von den Teilnehmern des Summits entgegenschlug. Noch immer klingt der Tag in mir nach und ich hoffe, die Zahnärzte konnten für sich etwas mitnehmen.”

Klitschkos Begeisterung für den Summit war umso glaubwürdiger, als der im Beitrag angesprochene Health-AG-CTO Jan Schellenberger kurz darauf einige Details aus den vorangegangenen Treffen mit dem Box-Star ausplauderte. „Für ihn scheint gar keine andere Option denkbar zu sein, als dass man hundertprozentig hinter der eigenen Sache steht”, schrieb Schellenberger in einem Artikel bei LinkedIn. „Wenn er Fragen stellt, liefert er nicht bereits die Antwort dazu, sondern hört aufmerksam zu, was andere zu sagen haben.” Anders als vielleicht zu erwarten wäre, liefere Wladimir Klitschko keine Show ab. „Er und jeder seiner Mitarbeiter schauen einem gerade in die Augen und stellen frei heraus Fragen”, schreibt Schellenberger. Fragen, die in Ihrer Direktheit manchmal weh tun könnten. „Was ist Dein Ziel? Was willst Du erreichen?“ Schellenbergers Fazit nach den Klitschko-Treffen fiel dann deutlich aus: „Es waren Momente voller Überraschungen, Herausforderungen und Inspirationen.”