Hamburg: 25.10.2018

Autor: Jochen Brenner

“Ich kann Einfluss nehmen auf ein zentrales Praxisprodukt”

 

Der Co-Evolution Summit im September war nicht nur Digitalisierungsmesse, sondern auch Entwicklungslabor: In sechs Co-Evolution Labs tauschten sich dutzende von Teilnehmern am Freitag und bis in den späten Samstagnachmittag hinein über die digitale Zukunft der Branche aus.

 

Das Kampnagel-Gelände im Hamburger Osten gehört wie der Hafen zu den Orten der Hansestadt, die wie nur wenige vom Wandel der Industrie erzählen. Die einstige Maschinenfabrik ist heute eine der erfolgreichsten Spielstätten für modernes Theater. Dort, zwischen Ballkleidern, Nähmaschinen, Stoffbahnen und Opernrequisiten trafen sich am Vormittag des Co-Evolution Summits der Health AG dutzende von Zahnärzten, Helferinnen und Dentalexperten, um zeitgleich zum Summit über die Zukunft ihrer Arbeit zu diskutieren. Sie saßen auf kleinen Holzhockern im Kreis und begannen Aspekte zusammenzutragen, die sie am nächsten Tag weiter vertiefen wollten. Denn den Summit-Tag selbst sollten und wollten auch die Lab-Teilnehmer nicht verpassen.

„Du hast ein Produkt, an das Du glaubst. Hinter dem Du stehst. Du willst es verbessern. Es den echten Bedürfnissen des Marktes anpassen. Es unverzichtbar machen.“

Das Zusammenbringen der Branche in Labs war keine neue Idee im Rahmen des Summits. Im Gegenteil: Der Austausch auf Augenhöhe, der Wille zur Veränderung, der Wunsch, gemeinsam besser zu werden ist seit 2016 das Rezept der Co-Evolution Labs. Über 20 solcher Treffen hat die Health AG bereits durchgeführt und ein Ende ist nicht in Sicht. Was sie so besonders macht, ist das Credo des Unternehmens, unter keinen Umständen etwas am Kunden vorbei entwickeln zu wollen. Health AG CTO Jan Schellenberger hat diese Idee mal so zusammengefasst: “Du hast ein Produkt, an das Du glaubst. Hinter dem Du stehst. Du willst es verbessern. Es den echten Bedürfnissen des Marktes anpassen. Es unverzichtbar machen. Und die Menschen zufrieden stellen, die es bereits nutzen und weiter nutzen sollen? Dann frag doch einfach den, der es nutzt, um Hilfe: Das ist das Prinzip Co-Evolution der Health AG.”

 

 

In diesem Geist gingen die Labs am Samstag nach dem Summit weiter - überall in ganz Hamburg. Auf einer Barkasse im Hafen startete das “Netzwerk-Lab”, auf dem Museumsschiff “Rickmer Rickmers” kamen die frühen Hēa-Nutzer zum “First Mover Lab” zusammen. In der Hamburger Golf Lounge diskutierten Zahnärzte und Praxismitarbeiter über die Zukunft des Factoring, im Elysee-Hotel trafen engagierte Praxismanagerinnen aufeinander. Wie das Verhältnis von Zahnarzt und Zahntechniker in Zukunft aussehen muss, diskutierten die Teilnehmer in der “Sturmfreien Bude” in St. Georg. Und direkt im Maschinenraum der Health AG trafen sich Interessierte, um bei “Inside Hēa” der Praxissteuerung auf den Zahn zu fühlen.

„Ein großes Unternehmen wie die Health AG hört sich die Vorschläge meiner Kolleginnen aufmerksam an.“

„In sechs Labs hatten wir heute die Gelegenheit zusammen mit den Kunden unsere Projekte nach vorne zu entwickeln”, so fasste Jan Schellenberger seine Erfahrungen zusammen. Der CTO der Health AG war bei einigen der Labs als Teilnehmer dabei. “Den Spirit, den unsere Kunden in unsere Produktentwicklung hineinbringen, davon werden wir Jahre profitieren, dafür sind wir unglaublich dankbar.” Die Hamburger Praxisgründerin Susann Özel, die zu den ersten Nutzern von Hēa gehört, war von der positiven Gruppendynamik begeistert und schätze am First-Mover-Lab, mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzukommen, „die ein ganz neuartiges und modernes Produkt” entwickeln wollen. So ging es auch ihrem Kollegen Klaas Köppe aus Kiel, der schätzt, „auf ein zentrales Produkt in der Praxis Einfluss nehmen zu können.” Und eine Teilnehmerin des Praxismanagerinnen-Labs zeigte sich der Lebendigkeit des Co-Evolutions-Gedankens beeindruckt. „Ein großes Unternehmen wie die Health AG hört sich die Vorschläge meiner Kolleginnen aufmerksam an”, sagte sie. „Das haben wir so bisher noch nicht erlebt.”